Starker Wind brachte Surfer in Bredouille
Sonntag, 28. Februar 2010 - Bitte äuswählen - WW OG Herrsching
Kein Niederschlag und starker Wind – das sind die Bedingungen, die Surfer und Kiter mögen, selbst wenn die Luft nur rund 10 Grad warm ist. Am heutigen Sonntag erreichten Ausläufer des Sturmtiefs Xynthia die Fünf-Seen-Region, weshalb sich am Ammersee zahlreiche Wassersportler einfanden. Am üblichen Startpunkt in Höhe des Kreuzes am Ausgang der Herrschinger Bucht zählte die Wasserwacht Herrsching am Nachmittag bis zu 15 Kiter und Surfer. Für das Sportgerät eines Windsurfers war das Wetter dann doch zu heftig. „Bei einer Halse entdeckte ich einen Riss im Segel und schon ging es dahin“, erklärte der Sportler später. Da er durch diesen Defekt mitten auf dem See manövrierunfähig geworden war und der starke Wellengang eine Rettung aus eigener Kraft unmöglich machte, wurden die Wasserwachten des Ammersees alarmiert.
Noch bevor die Boote der Wasserwachten Herrsching und Dießen die Einsatzstelle erreichten, wurde der Surfer von anderen Wassersportlern aufgenommen und in Richtung Ufer transportiert. Glücklicherweise zog er sich weder Verletzungen noch eine nennenswerte Unterkühlung zu. Somit blieben die Besatzungen des ebenfalls ausgerückten Rettungswagens und des Notarzteinsatzfahrzeuges arbeitslos. Die Wasserwachten kümmerten sich unterdessen um die Bergung des Sportgeräts, bevor es anderen gefährden konnte. „Selbst mit unserem Motorboot war es heute nicht einfach, gegen die Wellen und die starke Strömung anzukämpfen“, sagte Dominik Lemm, Bootsführer bei der Wasserwacht Herrsching. Daher waren die Wasserretter nicht böse, dass ihnen weitere Einsätze an diesem Wochenende erspart blieben.