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Feierlicher Stapellauf für Toni

Herrsching. Am vergangenen Freitag, den 8. August, konnte die Wasserwacht ihr neues Rettungsboot „Toni“ in Betrieb nehmen. In einem feierlichen Rahmen bei schönstem Sommerwetter wurde das Schiff bei der Fünf-Seen-Werft zu Wasser gelassen. Mathis Hoffmann, Inhaber der Werft, stellte nicht nur seine Slipanlage zur Verfügung, er bewirtete zudem in seinen Räumlichkeiten die rund 50 anwesenden Gäste – zu denen zahlreiche weitere Gönner und Förderer der Wasserwacht zählten. Unter anderem waren Ilse Stumbaum, Taufpatin des Bootes, und Franz Czasny, Mitbegründer der Wasserrettung in Herrsching, zugegen. Konrad Rausch, Ortsgruppenleiter der Wasserwacht Herrsching, zeigte sich erleichtert: „Es ist schön, dass wir nach der fast zweijährigen Planungs- und Bauphase dieses Ereignis mit unseren Freunden und Förderern feiern können“. Für die Jungfernfahrt nahmen die Wasserwacht-Urgesteine Friedrich „Fips“ Huber – Träger der goldenen Bürgermedallie – und Günther Ratzek das Ruder in die Hand.

Mit „Toni“ beginnt eine neue Ära der Wasserrettung auf dem Ammersee. Das Boot ist mit modernster Navigationselektronik von Garmin ausgerüstet, die künftig die Vermisstensuche effektiver gestalten soll. Die neue Beleuchtung von Hella in LED- und Xenontechnik sorgt für zusätzliche Sicherheit. Den Antrieb übernimmt ein Achtzylindermotor von Volvo Penta, der zwar stärker als das Triebwerk der „Petra“ ist, durch neueste Technologie jedoch ähnliche Verbrauchswerte erzielen soll. Zudem läuft der V8 deutlich leiser als der betagte Sechszylinder der „Petra“.

Auffälligstes Merkmal von „Toni“ ist der hohe Aufbau, der das Fahren bei schlechtem Wetter erleichtert. Darüber hinaus wird beim neuen Boot aus Kostengründen auf die charakteristische gelbe Lackierung verzichtet. „Da wir kein Bootshaus haben, müssten wir alle zwei Jahre nachlackieren, was jeweils rund 2000 Euro kosten würde“, erklärt Stefan Schiller, Technischer Leiter der Wasserwacht Herrsching. Doch die leuchtrote Bauchbinde mit dem Schriftzug „BRK-Wasserwacht“ und der neuen Notrufnummer 112 verleiht „Toni“ die nötige optische Präsenz.

Derzeit werden alle aktiven Bootsführer im Umgang mit dem neuen Schiff geschult. Die Herrschinger Wasserretter sind überzeugt davon, dass „Toni“ mehr als nur ein adäquater Ersatz für die „Petra“ sein wird und zuverlässig der Sicherheit für die Wassersportler auf dem Ammersee dienen wird.