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Wasserwacht trainiert erneut mit Kitesurfern

Herrsching. Erneut haben die Wasserwacht Herrsching und zahlreiche Kitesufer zueinander gefunden, um gemeinsam die effiziente Bergung von Wassersportlern zu üben. Neben den Aktiven der Wasserwacht Herrsching nahmen auch ihre Kollegen aus Dießen an der Aktion teil. Da sich die spektakuläre Sportart immer größerer Beliebtheit erfreut, sahen es die Beteiligten als erforderlich, sich mit den aufwändigen und teuren Schirmen intensiv auseinander zu setzen. Zudem stießen neue Mitglieder zu den Wasserwachten, für die dieser Tag die erste Möglichkeit bot, sich mit den Kites zu beschäftigen.

Die Sportler selbst wissen um die Notwendigkeit der Lebensretter, die ihnen immer mal wieder aus misslichen Lagen helfen. Daher ist den Kitern sehr an einer guten Zusammenarbeit gelegen. Inzwischen hat sich in der Herrschinger Bucht eine Gruppe so genannter Locals gebildet, die sowohl unter den Sportlern als auch bei der Wasserwacht Lobbyarbeit betriebt – mit Erfolg. „Seit es diese Gruppe gibt, sind die Einsatzzahlen merklich zurück gegangen“, konstatiert Stefan Schiller, Technischer Leiter der Wasserwacht Herrsching. Der Grund: Die Locals werben für mehr Um- und Rücksicht beim Kiten und sorgen dafür, dass die Wasserwachtler wissen, wie der Kite Materialschonend zu bergen ist, falls doch einmal etwas schief geht. „Unser Ziel ist es, die Herrschinger Bucht mit ihren perfekten Bedingungen in verantwortungsvollem Umgang mit anderen Wassersportlern und der Umwelt für unser Hobby weiterhin zu nutzen“, erklärt der Kiter Rainer Königsberger. In der Vergangenheit hätten einige unbedachte Kiter dem Image der Trendsportart und ihrer Anhänger geschadet.

Zudem hat sich inzwischen herumgesprochen, dass sich in Not geratene Kiter von den Rettern helfen lassen können, ohne das eine gepfefferte Rechnung droht – im Gegenteil. Die ehrenamtlichen Helfer dürfen in der Regel für ihre Arbeit kein Geld verlangen. Gleichwohl freuen sie sich natürlich über eine Spende. „Es ist schön zu sehen, dass die Kiter in der Herrschinger Bucht ihren Spaß haben, ohne dass wir im Dauereinsatz sind. Und wenn dann doch einmal der Schirm partout nicht wieder in die Luft will oder die Kondition abhanden gekommen ist, sind wir gerne zur Stelle, “ resümiert Schiller.