„Toni“ bekommt Unterstützung von Bootsbaumeister
Dienstag, 14. Juli 2009 - Herrsching am Ammersee - WW OG Herrsching
Herrsching. Das Schlossgartenfest in Herrsching und damit die geplante Taufe des neuen Rettungsbootes „Toni“ der Wasserwacht am 1. August rückt immer näher, doch vom Hauptakteur ist noch nichts zu sehen. Erneut gibt es Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Schiffes. Umso mehr freut es die Wasserwacht, dass sich dennoch immer wieder großzügige Bürger finden, deren Spenden helfen, künftig für den Unterhalt von „Toni“ aufzukommen. So übergab Bootsbaumeister Kurt Steger an Konrad Rausch, Ortsgruppenleiter der Wasserwacht Herrsching, 500 Euro – ausnahmsweise als schicken Schein und nicht als schnöden Scheck.
Für Steger ist es selbstverständlich, dass er auch weiterhin die Herrschinger Wasserwacht unterstützt, obwohl er im vergangenen Jahr seinen Betrieb in der Summerstraße auflösen musste. „Ich bin nun zwar von Breitbrunn aus als mobiler Bootsbaumeister tätig, doch das gehört schließlich mit zu Herrsching“, sagt Steger. Zudem sei für ihn als Nutzer des Ammersees die Arbeit der Wasserwacht unerlässlich. „Jeder, der auf dem See Wassersport betreibt, sollte die Retter unterstützen. Wer weiß, wann man sie braucht“, betont Steger. Rausch zeigt sich über so viel Verbundenheit natürlich hoch erfreut. „Es ist schön, wenn man sich auf Spender wie Herrn Steger verlassen kann, die uns immer wieder helfen“, sagt der Ortsgruppenleiter.
An der Finanzierung liegt es auch nicht, dass „Toni“ noch nicht einsatzklar ist. Derzeit befindet sich das Schiff bei einem Marine-Ausrüster in der Nähe von Ansbach, wo es eigentlich unter anderem den Motor eingebaut bekommen sollte. „Der Zulieferer hat leider das falsche Triebwerk geschickt. Da die Motoren aus den USA kommen, hat der Ersatz lange auf sich warten lassen“, erklärt Stefan Schiller, Technischer Leiter der Wasserwacht Herrsching.
Schon im Frühjahr brachte der Krankheitsbedingte Ausfall des Bootsbauers Wagenhäuser den Zeitplan durcheinander. Schiller ist jedoch zuversichtlich, dass die Taufe wie geplant stattfinden kann: „Es wird knapp, doch derzeit deutet alles darauf hin, dass wir den zahlreichen Spendern und den Bürgern das neue Boot am Schlossgartenfest präsentieren können“. Der Stapellauf wird allerdings erst Mitte August stattfinden können, da „Toni“ nach der Taufe noch einmal in die Werft muss, damit am Heck eine Arbeitsplattform angebracht werden kann – das geht jedoch erst, nach dem der Motor installiert ist. Unterdessen schlägt sich die beinahe schon legendäre „Petra“ bei den zahlreichen Einsätzen aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse in den vergangenen Tagen noch wacker. „Allerdings kommt es immer mal wieder zu Aussetzern“, berichtet Schiller.
Doch bis zum 1. August – und dem Ereignis, das Gönner wie Kurt Steger möglich gemacht haben – dauert es ja nicht mehr lange.