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Tragisches Ende des Sonnwendfeuers

Herrsching. Das Sonnwendfeuer am gestrigen Samstagabend in Herrsching nahm ein unvorhergesehenes, tragisches Ende. Als gegen 23.30 Uhr bereits mit dem Abbauen der Bewirtung begonnen wurde und vom Feuer nur noch die Reste am Boden brannten, geriet ein Zuschauer in die Flammen. „Direkt auf der gegenüberliegenden Seite von mir lief ein Mann scheinbar grundlos plötzlich mitten in die Flammen,“ berichtet Konrad Rausch, Vorsitzender der Rotkreuz-Gemeinschaft Herrsching, der an diesem Abend mit drei weiteren Helfern die Veranstaltung absicherte. Zwei privat anwesende Ersthelfer zogen das Opfer sofort aus dem Feuer, wobei sie sich selbst leichte Verbrennungen an den Händen zuzogen. Die Versorgung der nun drei Verletzten übernahmen bis zum Eintreffen des Rettungswagens aus Seefeld und des Notarztes das Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr aus Herrsching.

Da der ca. 60-jährige Mann schwere Verbrennungen erlitt, wurde zusätzlich der so genannte Intensiv-Transport-Helikopter der Deutschen Rettungsflugwacht aus München alarmiert. Während sich die Sanitäter bemühten, den Zustand des Patienten zu stabilisieren, um ihn schnellstmöglich in eine Klinik transportieren zu können, löschte die Feuerwehr die Reste des Sonnwendfeuers und sorgte für die Absicherung der Landemöglichkeit für den Helikopter am Sportplatz. Das Opfer wurde auf die Intensivstation in die Klinik München-Bogenhausen geflogen. Über den Zustand des Mannes und die Unglücksursache können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

„Die Zusammenarbeit zwischen uns und der Feuerwehr Herrsching lief perfekt,“ resümiert Rausch. „Ich möchte mich auch für den mutigen Einsatz der Ersthelfer bedanken, die sofort gehandelt haben“, betont Rausch. Dennoch warnt das Rote Kreuz aufgrund der hohen Eigenverletzungsgefahr vor zu schnellem Eingreifen, da bei öffentlichen Veranstaltungen eine Rettung durch professionelle Kräfte gewährleistet ist.