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Einsatz am 16.04.2009

Utting Es waren die ersten Einsätze der Dießener und Uttinger Wasserwacht in dieser Saison. Donnerstagabend sind zwei Segelboote bei starken Windböen auf dem Ammersee gekentert. Unter den geretteten Seglern war auch Prinz Luitpold von Bayern, der mit zwei Bekannten mit einer leichten Segeljolle auf dem See unterwegs war. Der Mast des 18-Footers, dem schnellsten Vertreter dieses Bootstyps, hatte sich in einem Fischernetz verfangen. Die Wasserwacht schleppte das Boot an Land und versorgte die dreiköpfige Crew an Land mit heißem Tee.

Prinz Luitpold von Bayern nimmt die Aktion sportlich. Er und seine Kollegen trainieren seit gut einer Woche mit dem neuen Boot. Jeder Tag mit viel Wind werde genutzt. Bevor sich der Mast verfangen hatte, war die Crew bereits zwei Mal gekentert. „Das Boot war bei diesem Wind kaum zu segeln“, sagt Prinz Luitpold von Bayern, der als erfahrener Segler gilt. Bei Windstärke sechs sei das 160 Kilogramm „leichte“ Boot aus Carbon anfällig.

Für die Wasserwacht-Crew aus Dießen war die Rettung der schnellen Segeljolle bereits der zweite Einsatz am Donnerstagabend. Kurz vor 19 Uhr erhielten sie die Meldung, dass zwischen Ried und Breitbrunn ein Segelboot mit zwei Personen gekentert sei. Zusammen mit Helfern aus Herrsching fuhren sie auf den stark aufgewühlten Ammersee. Etwa 20 Minuten später waren Besatzung und Boot wieder sicher an Land gebracht.

Gerade als sich die drei Mitglieder der Dießener Wasserwacht auf den Rückweg zur Wachstation machen wollten, erhielten sie einen Anruf eines Uttinger Kollegen. Er teilte ihnen mit, dass in Höhe des Uttinger Strandbades mitten im See ein Boot gekentert und drei Personen im Wasser seien. Vor Ort waren die Dießener und Uttinger Rettungskräfte überrascht, dass unter den Besatzungsmitgliedern des Segelbootes Prinz Luitpold war.

„Die drei Segler waren wohlauf und gut ausgerüstet“, sagt Siegfried Dumbsky, der Technische Leiter der Kreiswasserwacht. Sie hätten versucht, das Boot wieder aufzurichten und wären daher auch über den Kiel gelaufen. Zurück an Land wurden Prinz Luitpold und die beiden anderen Segler von einer Notärztin untersucht, die eine leichte Unterkühlung feststellte. Laut Dumbsky war der See unter zehn Grad kalt, die Lufttemperatur lag bei 15 Grad.

In der Wasserwachtstation wärmten sich Retter und Gerettete mit heißen Getränken wieder auf. Derweil wurde das Boot wieder aufgebaut und grob gesäubert. „Die Rettung war wirklich professionell“, sagt Prinz Luitpold von Bayern. Die Wasserwacht sei sehr behutsam mit dem Material umgegangen und habe auf dem See immer die Ruhe bewahrt. Ein kleines Dankeschön sei angebracht. „Wir werden uns darum kümmern, dass sie nicht durstig sind“, sagte Prinz Luitpold. Die 15 Retter aus Dießen und Utting, die am Donnerstag im Einsatz waren, werden diese Worte gerne hören.

Quelle: Landsberger Tagblatt von Thomas Wunder