„Petra“ darf endlich in den Ruhestand. Mittel für neues Boot beisammen
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - Herrsching am Ammersee - WW OG Herrsching
„Petra“ darf endlich in den Ruhestand
BRK Wasserwacht Herrsching hat die nötigen Mittel beisammen – neues Boot kommt im April 2009
Herrsching. Die zahllosen Spendenaufrufe, die Aktionen der BRK Wasserwacht Herrsching und letztlich auch das Sammeln mit der klassischen Spendenbüchse haben den gewünschten Effekt erzielt: Das Rettungsboot „Petra“ der BRK Wasserwacht Herrsching darf nach 38 Dienstjahren in Ruhestand, das Geld für ein neues Boot ist beisammen. „Die Unterstützung der Herrschinger Bürger war grandios und auch die Gemeinde selbst hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir den erforderlichen Eigenanteil aufbringen können,“ sagt Konrad Rausch, Ortsgruppenleiter der BRK Wasserwacht Herrsching.
Auch die Gemeinde Herrsching hat einen erheblichen Anteil der geforderten Mittel in ihrem Haushalt unterbringen können, was einiger Anstrengung bedarf. „Die Wasserwacht sorgt für die Sicherheit unserer Bürger und für die zahlreichen Touristen am See, daher ist es unsere Pflicht, mit für die erforderliche Ausrüstung zu sorgen, “erklärt Christian Schiller, Bürgermeister der Gemeinde Herrsching. Viele Bürger zeigten sich auch von den Aktivitäten rund um die Spendensammlung wie der beeindruckenden Übung während des Schlossgartenfestes beeindruckt und zückten die Geldbörse. „Wir freuen uns riesig, dass die Arbeit der vergangenen Monate nicht umsonst war. Schließlich haben wir vorausschauend das neue Boot bereits geplant, um bei gesicherter Finanzierung sofort bestellen können,“ sagt Rudi Stadler, Technischer Leiter der Wasserwacht Herrsching.
Das neue Boot, das voraussichtlich im April 2009 in Dienst gestellt werden kann, wird sich auf den ersten Blick vorwiegend durch eine andere Farbgebung von der inzwischen legendären „Petra“ unterscheiden. „Die Ausrüstung wird jedoch wesentlich moderner, was einen deutlich effizienteren Betrieb des Bootes ermöglicht,“weiß Stadler. Dennoch ist nicht nur die Anschaffung des neuen Rettungsmittels kostenintensiv, sondern auch der Unterhalt. „Speziell die Spritkosten sind immens gestiegen,“ klagt Rausch. Daher sucht die BRK Wasserwacht Herrsching nun so genannte Paten, die sich dazu bereit erklären, einen selbst zu bestimmenden Betrag pro Jahr zweckgebunden für den Unterhalt des neuen Bootes zu spenden. „Durch diese Transparenz wollen wir das Spenden attraktiver gestalten,“ erklärt Rausch. Der Ortsgruppenleiter ist zuversichtlich, durch dieses neue Spenden-Modell bald erste Erfolge vermelden zu können.
TPB