Aufwendige Rettungsaktion für gestürzten Rentner

Drei Wasserwachten, zwei Rettungswagen und Polizei im Einsatz – Wasserwacht Herrsching übernimmt Transport des Verletzten Herrsching. Ein hilfloser Rentner löste am vergangenen Sonntag eine aufwendige Rettungsaktion aus. Radfahrer fanden auf dem Radweg zwischen Herrsching und Breitbrunn einen am Boden liegenden älteren Mann. Zur Versorgung und Bergungen wurde der Rettungswagen aus Seefeld sowie die Wasserwacht Herrsching alarmiert. Die Einsatzstelle erwies sich sowohl von Land als auch von Wasser aus als nur schwer auffindbar und schlecht zugänglich. Da der Patient über starke Schmerzen im rechten Oberschenkel klagte, aber keine genaueren sonstigen Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen konnte, entschieden sich die Rettungskräfte zu einem liegenden Transport in die Schindlbeck- Klinik. Da der Rettungswagen nicht bis zum Fundort fahren konnte und rund einen Kilometer entfernt geparkt war, sollte der 88-jährige über das Wasser mit dem Rettungsboot „Petra“ zur weiteren Versorgung gebracht werden. Der Weg zum Wasser war zwar kurz, aber auch unwegsamer. Zur Unterstützung wurden daher die Wasserwachten Buch und Utting angefordert, um den Patienten mittels einer speziellen Bergungstrage zuerst durch den Wald und durch den See zur „Petra“ zu bringen. Da kein Steg in der Nähe war, musste die „Petra“ einige Meter vom Ufer entfernt ankern. Anschließend wurde der Patient unter Begleitung eines Rettungsassistenten des Seefelder Rettungswagens an den Herrschinger Gemeindesteg gefahren. Dort übernahm die Rettungswagen-Besatzung den Transport in die Klinik. Wie sich später herausstellte, wurde der ältere Herr bereits im Altersheim Breitbrunn vermisst. Trotz der ungünstig gelegenen Fundstelle war dank der umsichtig reagierenden Radfahrer eine schnelle Hilfe möglich. „In solchen Situationen ist es wichtig, dass jemand an der nächsten Straße und in Ufernähe auf die Einsatzstelle aufmerksam macht“, erklärt Bootsführer Dominik Lemm. Im Zweifelsfall ist beim Absetzen des Notrufs abzuklären, von wo aus die Einsatzkräfte voraussichtlich eintreffen werden.