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NORDSEE und Wasserwacht: Schwimmen für Alle

Ulrike Scharf und Holger Schmitt (NORDSEE) zu Besuch beim Schwimmkurs in Regenstauf

Seit dem 8. Januar läuft in 17 Orten in Bayern, gemeinsam mit der Wasserwacht-Bayern, die NORDSEE Initiative „Schwimmen für ALLE“. Wichtigstes Ziel ist, die Zahl der schwimmfähigen Kinder zu erhöhen und damit die Zahl der Ertrinkungsopfer deutlich zu reduzieren. Aktuell sind die Wasserwacht-Ortsgruppen Berg bei Neumarkt, Bobingen, Forchheim, Haunstetten, Kempten, Regenstauf, Rehau, Rimpar, Rottendorf, Thalmässing, Weiden/Flossenbürg, Veitshöchheim-Margetshöchheim, Würzburg, Neustadt/Aisch, Kemnath, Mainleus und Dillingen engagiert. Sie planen teils über das ganze Jahr hinweg Schwimmkurse für Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren. Am 29. Februar machte sich die Staatsministerin Ulrike Scharf, Schirmherrin der Initiative in Regenstauf bei Regensburg persönlich einen Eindruck vom Projekt. 20 lebhafte Kinder zeigten ihre Fortschritte im Schwimmen. Die geförderten Patenkinder heben die Veranstalter in den Kursen nicht heraus, damit diese nicht diskriminiert werden.

Projektstart in Berlin 2014 - Relevanz von Schwimmkursen in Bayern

Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen NORDSEE ein vergleichbares Projekt in Berlin initiiert. Dadurch konnten im letzten Jahr dort etwa 800 Kinder aus sozial- und finanzschwachen Familien schwimmen lernen. An diesem Projekt beteiligten sich weitere Paten. 2014 ertranken alleine in Bayern 79 Menschen. 2015 stieg die Zahl, darunter auch Kinder, noch einmal an. Statistisch gesehen ist Bayern das Bundesland mit den meisten Ertrinkungstoten. Dies liegt vor allem an der hohen Zahl von Seen und Flüssen, die im Freistaat zu Wassersport und Schwimmen einladen. Schon seit Jahrzehnten bietet die Wasserwacht-Bayern Schwimmkurse an, um aktiv gegen den Ertrinkungstod vorzugehen. Auch deshalb bot sich die Kooperation mit NORDSEE an.

„NORDSEE und Wasser gehören einfach zusammen. Wir wollen für Kinder erreichen, dass sie sich tatsächlich „frisch und munter wie ein Fisch im Wasser fühlen“. Denn schwimmen zu können bedeutet, neben den physischen auch die kognitiven Fähigkeiten auszuprägen und Spaß mit Gleichaltrigen zu haben,“ so Holger Schmitt, Mitglied der Geschäftsführung und selbst Vater von zwei kleinen Mädchen am Montag in Regenstauf.

„Wir freuen uns, hier als Partner zur Verfügung zu stehen. Wir haben 1071 Schwimmausbilder im Freistaat und bringen gut 10.000 Kindern jährlich das Schwimmen bei. Das ist für uns als größte Wasserrettungsorganisation Bayerns nicht nur Pflichtaufgabe, sondern eine Selbstverständlichkeit. Jedes Kind mehr ist unser Beitrag im Kampf gegen den Ertrinkungstod“, erklärt Ulrike Scharf, Staatsministerin und Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern.