Nächtliche Suchaktion am Ammersee

Nächtliche Suchaktion am Ammersee - Betrunkener verursacht Großaufgebot von Rettungskräften

In der Nacht von Montag auf Dienstag verursachte ein betrunkener Schwimmer eine aufwändige Suchaktion auf dem Ammersee. Gegen 2 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck die Wasserwachten Herrsching, Dießen, Utting und Schondorf, da ein Anwohner aus Riederau Hilferufe aus Richtung See gehört haben wollte. Zusätzlich wurden, wie bei einer Vermisstensuche üblich, der Rettungsdienst mit Notarzt, Polizei, Einsatzleitung der Wasserwacht sowie der Polizei-Hubschrauber „Edelweiß“ aus München, hinzu beordert. Kleidung und Wertsachen, die von der Polizei im Uferbereich gefunden wurde, erhärteten den Anfangsverdacht. Die Besatzung des Rettungsbootes Herrsching 99/1, auch bekannt als „Petra“, konnte auf der Anfahrt Richtung Dießen einen erschöpften Schwimmer an der Messboje, die an der tiefsten Stelle des Sees gesetzt bist, aufgreifen. Der offensichtlich alkoholisierte Mann gab jedoch an, nicht um Hilfe gerufen zu haben, weshalb die Suche zunächst fortgesetzt wurde. Auf dem Weg ans Ufer revidierte der Schwimmer jedoch seine Aussage, auch die Kleidung und die Wertgegenstände konnten dem ca. 25 jährigen Mann zugeordnet werden. Daraufhin brach die Einsatzleitung gegen 2.30 Uhr die Suchaktion ab. Der Schwimmer gab an, dass er lediglich nach Herrsching habe schwimmen wollen, aufgrund der starken Strömung schwanden allerdings seine Kräfte. Ein erster Alkoholtest ergab 1,74 Promille. „Seine Rettung hatte der Schwimmer ausschließlich den ruhigen Wetter, den vergleichsweise milden Temperaturen sowie dem leichten Schlaf des Anwohners zuverdanken“, sagt Dominik Lemm, Rettungsschwimmer der Wasserwacht Herrsching – reine Glückssache also. Die Wasserwacht Herrsching bittet daher potentielle Nachahmer eindringlich, von nächtlichen Seeüberquerungen abzusehen.