Wasserwacht referiert vor Stuttgarter Schulklasse

Im Schullandheim Wartaweil brachte die Wasserwacht Herrsching 28 Kindern des Stuttgarter Albertus-Magnus-Gymnasiums ihre Arbeit näher Herrsching. Drei Mitglieder der Wasserwacht Herrsching zeigten am heutigen Donnerstag, was zu den Aufgaben der Lebensretter am Ammersee gehört. Die Klasse 6c des Albertus-Magnus- Gymnasiums Stuttgart ist im Schullandheim Wartaweil zu Gast und zeigte großes Interesse an der Arbeit der Wasserwacht. Der ursprünglich geplante Besuch der Kinder in der Station der Wasserwacht im Mühlfeld musste zwar wegen des schlechten Wetters und der für die Räumlichkeiten zu großen Klasse ausfallen. Stattdessen landeten drei Wasserretter mit dem Rettungsboot Petra am Steg des Schullandheims an und erklärten den interessierten Schülern ihre Tätigkeit. „Uns war es wichtig zu zeigen, dass wir mehr können, als nur Boot fahren und Pflaster aufkleben“, sagt Dominik Lemm, Schnelleinsatzgruppen-Leiter der Wasserwacht Herrsching. Daher brachten die Rettungsprofis ihre Ausrüstung mit – von der Rettungsweste über den prall gefüllten Notfallrucksack bis hin zum Rettungsbrett, dem so genannten Spineboard, mit dem verunglückte Personen aus dem Wasser geborgen werden. Die Schüler aus der baden-württembergischen Metropole waren nicht nur beeindruckt von den vielfältigen Aufgaben, die von der Wasserwacht bewältigt werden müssen, sondern zeigten sich auch bestens über die Grundlagen der Ersten Hilfe informiert. „Die Kinder wollten unbedingt wissen, was alles auf einem See passieren kann und wie Einsätze der Wasserwacht ablaufen“, sagt die Klassenlehrerin Frau Rock. Dass der Bodensee, der den Kindern aufgrund der Nähe zu Stuttgart bestens vertraut ist, laut Schüler Magnus mit 52 Kilometern Länge „mehr als dreimal so lang wie der Ammersee ist“, stand dem Spaß der Gruppe nicht im Weg. Vor allem dann nicht, als es darum ging, eine flotte Runde mit der Petra über den mangels Wind fast spiegelglatten See zu drehen. Selbst Samuel, der zuerst ein wenig Respekt ob der Stärke des betagten Bootes zeigte, forderte den Bootsführer auf, „mehr Gas zu geben“ – was erst mit dem neuen Boot möglich sein wird, für das die Wasserwacht nach wie vor auf Spenden angewiesen ist, um den Eigenanteil von rund 46.000 Euro aufbringen zu können. Der Besuch aus Stuttgart hat überraschend mit einer Spende „aus der Klassenkasse“, so Frau Rock, ihren Betrag für den Nachfolger der Petra geleistet. Für die Wasserwacht Herrsching sind Aktionstage wie dieser besonders wichtig. „So können wir Kindern und Jugendlichen zeigen, dass soziales Engagement und Spaß sich nicht ausschließen“, erklärt Petra Meister, Bootsführerin bei der Wasserwacht Herrsching. „Das wiederum macht auch uns viel Freude“, ergänzt Meister. Mit dieser Absicht präsentiert sich die Wasserwacht nicht nur interessierten Schülern von Auswärts. Derzeit arbeiten die Mitglieder intensiv daran, für Herrschinger Kinder eine Jugendgruppe aufzubauen, die viel Abwechslung bietet. Mehr Informationen dazu und Kontaktdaten gibt es unter www.wasserwacht-herrsching.de
07.06.2008 | Wasserwacht Herrsching | 9660