Wasserwacht Herrsching feiert sich

Für die meisten Mitglieder der Wasserwacht Herrsching müssen sich noch ganz schön strecken – zumindest, wenn sie das erreichen möchten, was Fips Huber geschafft hat. Er bekam vom Ortsgruppenvorsitzenden Thomas Wuttke eine Auszeichnung für seine 60-jährige Mitgliedschaft verliehen. Huber begründet einst die Wasserrettung in Herrsching mit und hat in seiner aktiven Zeit viel erlebt. Langweilig wurde es jedenfalls nie, doch das wissen auch die deutlich jüngeren Mitglieder. Allein am 12. Mai des vergangenen Jahres wurden die Helfer ganze elf Mal alarmiert. Insgesamt leisteten sie 2340 Arbeitsstunden. „Dazu zählen Aus- und Fortbildungen, Übungen und Instandsetzungsarbeiten“, erklärt Wuttke. Das Einsatzspektrum selbst variiere dagegen stark, weiß Wuttke. „Hauptsächlich wurden wir mit Sachbergungen beauftragt, aber auch Lebensrettungen und eine Leichenbergung zählten zu den Aufgaben der Mannschaft“.

Damit auch weiterhin Retter ausrücken, wenn sie gefordert werden, legt die Wasserwacht Herrsching Wert auf eine fundierte Jugendarbeit. Die dafür verantwortliche Esther Kirschbaum berichtet: „Wir sind stolz, dass wir so eine gute Truppe haben. Allerdings müssen wir uns natürlich viel einfallen lassen, damit die Kids auch bei uns bleiben“. Neben Schwimmtraining und Wettkämpfen stehen daher auch Ausflüge und Nachtlager auf dem Programm. Für die Aktiven gab es dagegen viel Lob, und zwar nicht nur für Fips Huber. So wurden unter anderem Christian Schiller, Stefan Schiller, Tobias Schneider, Max Sonner, Maximo Kuschmierz, Rudi Stadler und Jens Dralle für ihr außergewöhnliches Engagement mit der Wasserwachtsmedaille ausgezeichnet. Nun gilt es, für 2015 gerüstet zu sein.

Wie üblich, befindet sich die Wasserwacht das ganze Jahr über in Einsatzbereitschaft, der reguläre Betrieb an der Station im Mühlfeld beginnt je nach Witterungslage im April oder Mai. „Mittelfristig wollen und müssen wir die Station erweitern. Vor allem benötigen wir dringen eine vernünftige Garage für das Motorrettungsboot Toni, um den Verschleiß gering zu halten,“ sagt Wuttke. Und da kürzlich das kleinere Boot VWI2 mit einem Maschinenbrand verendete muss auch dafür ein Ersatz beschafft werden. Ob das alles gelingt? In rund einem Jahr wird der Ortsgruppenvorsitzende erneut berichten.