Aus Übung wurde Ernstfall

Während einer Übungsfahrt wurde die Wasserwacht Herrsching am vergangenen Samstag zu einem Notfall alarmiert. Um das Führen eines Bootes bei stärkerem Wellengang zu üben, waren drei Mitglieder der Wasserwacht Ortsgruppe Herrsching am vergangenen Samstag auf dem Ammersee unterwegs. Gegen 16.30 Uhr wurde aus der Übung jedoch ein Ernstfall. Über die Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck wurde die Wasserwacht Herrsching alarmiert, um einem gekenterten Kajak-Fahrer zu helfen. Aufgrund der starken Wellen bei rund vier Beauforts Windstärken verlor der Wassersportler die Kontrolle und trieb hilflos im See. Die auf Übungsfahrt befindliche Besatzung des Rettungsbootes Herrsching 99/2 war schnell am Einsatzort, noch schneller war allerdings ein sich in ummittelbarer Nähe der Unglückstelle befindliches Schiff des Akademischen Segelsport Vereins (ASV).Dessen Besatzung hatte den Verunglückten bereits aufgenommen. So konnte er von einem an Bord befindlichen Arzt sowie von denhinzugekommenen Wasserrettern der Wasserwacht erstversorgt werden. Danach wurde der Patient auf das hinzugezogene, größere Rettungsboot Schondorf 99/1 umgelagert, um ihn im Hafen des Herrschinger Segelclubs an den Rettungsdienst übergeben zu können. Zur weiteren, stationären Behandlung wurde der verunglückte Wassersportler in die Privatklinik Schindelbeck eingeliefert. „Die Wellen sind mit mir Boot gefahren und nicht ich mit ihnen“, berichtete der Kajakfahrer später. Die Wasserwacht Herrsching übernahm zusätzlich die Bergung des Sportgerätes. Ohne das schnelle und überlegte Eingreifen der Besatzung des ASV-Schiffes und der Wasserwacht hätte der Kajakfahrer seinen Leichtsinn zumindest mit schweren Verletzungen bezahlt. Daher bittet die Wasserwacht erneut, dass bei unklaren Witterungsverhältnissen besondere Vorsicht geboten und im Zweifelsfall lieber auf die Ausübung seines Sportes zu verzichten ist. Aufgrund des noch kalten Wassers ist besonders aufausreichende Schutzkleidung zu achten.