Neue Wasserretter für Bayern
Sonntag, 16. September 2007 - Starnberg - WW OG Herrsching
Am vergangenen Sonntag legten insgesamt 17 ehrenamtliche Helfer unterschiedlicher Wasserwachts-Ortsgruppen in Bayern bei
der Kreiswasserwacht Starnberg die Prüfung zum Wasserretter ab.
Starnberg. Zwei Wochenenden lang wurde gelernt, geübt und geschwitzt, ehe an 17 ehrenamtliche Helfer von acht bayerischen
Wasserwachts-Ortsgruppen das Zertifikat „Wasserretter“ übergeben werden konnte. Allein aus der Ortsgruppe Herrsching
nahmen vier Mitglieder an dem Lehrgang teil. Noch stärker war die Ortsgruppe Ainhofen (Landkreis Dachau) vertreten – am Ende
konnten fünf Mitglieder die begehrte Urkunde in Empfang nehmen. Die weiteste Anreise hatte der spätere Lehrgangsbeste Alexander
Fendt von der Ortsgruppe Mühldorf am Inn. „Der Inn kann ziemlich tückisch sein, da ist ständige Weiterbildung in der Wasserrettung
dringend nötig“, sagt Fendt. Geschult wurden die Teilnehmer in erweiterten Erste-Hilfe-
Maßnahmen ebenso wie in den Grundlagen der Notfallmedizin sowie der technischen Rettung und Bergung von verunglückten Wassersportlern. So wurde auch auf die speziell bei Tauchern auftretenden Krankheitsbilder und die damit verbundenen
Maßnahmen eingegangen. Die Ausbildung fand in der Wasserwachtsstation Kempfenhausen
am Starnberger See statt. Lehrgangsleiter Ralf Ullbrich zeigte sich mit der Leistung der Kursteilnehmer sehr zufrieden:
„Unterschiedlicher hätten die Zusammensetzung der Gruppe kaum
sein können: Schüler, Studenten, Familienväter und Berufstätige.
Dennoch haben alle sehr gutes Teamwork gezeigt“. Laut Ulbrich soll während der Ausbildung zum Wasserretter den Helfern
bewusst werden, dass ihnen künftig eine sehr wichtige Funktion bei der Bergung und notfallmedizinischen Versorgung von
Verunglückten zukommt. „Außerdem ist der Wasserretter eine in Bayern standardisierte Qualifikation für Wasserwachtsmitglieder“,
erklärt Ullbrich.
Die Motivation der Gruppe war ebenso unterschiedlich wie die Teilnehmer selbst. „In unserer Ortsgruppe ist der Wasserretter
Mindestvoraussetzung, um auf dem Rettungsboot bei Einsätzen mitfahren zu dürfen“, sagt beispielsweise Sandra Rothaar von der Ortsgruppe Pilsensee. Petra Meister von der Ortsgruppe Herrsching braucht die Qualifikation „um Bootsführer zu werden“.
Alle Teilnehmer haben die insgesamt rund vierstündige Prüfung in Theorie und Praxis bestanden und sorgen so künftig als
Wasserretter in ihren Ortsgruppen für die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern.