Wasserwacht Herrsching rettet auch an Land
Sonntag, 01. Juli 2007 - Herrsching am Ammersee - WW OG Herrsching
Dass die Wasserwacht auch an Land professionell arbeitet,mussten die Wasserretter aus Herrsching und Weilheim am
vergangenen Sonntag bei zwei Einsätzen unter Beweis stellen.
Herrsching. Am gestrigen Sonntag halfen die Wasserretter aus Herrsching, unterstützt von ihren Kameraden der Wasserwacht Weilheim, statt auf dem Ammersee diesmal bei Notfällen am trockenen Ufer.
Gegen 16 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck die Wasserwacht Herrsching wegen eines
verletzten Kindes am Gemeindesteg. Der Einsatzort war für die Retter optimal per Boot zu erreichen. Beim Spielen und Werfen mit Steinen am Ufer wurde ein fünfjähriger Junge von seinem gleichaltrigen Freund unglücklich über der Augenbraue getroffen. Die Helfer der Wasserwachten Herrsching und Weilheim versorgten die Platzwunde des Jungen und übergaben den kleinen Patienten an den Rettungswagen (RTW) aus Starnberg. Zum Nähen der Wunde musste der Junge in
Krankenhaus Seefeld gebracht werden.
„Es ist durchaus üblich, dass wir zu Notfällen am Land mit unseren
Rettungsbooten ausrücken“, erklärt Bootsführer Christian Schiller.
Schiller weist jedoch auch darauf hin, dass „alle Zufahrtswege zum See für Rettungskräfte freizuhalten sind“. Zudem muss nach dem Absetzen eines Notrufes dafür gesorgt werden, dass die Rettungskräfte vor Ort zur Einsatzstelle gelotst werden – eine
Aufgabe, die von jedem Passanten übernommen werden kann.
Drei Damen aus Augsburg, die zum Kloster Andechs wandern wollten, benötigten ebenfalls die Hilfe der Wasserwacht. Bereits
eine halbe Stunde nach dem ersten Einsatz kollabierte eine 65jährige Spaziergängerin in der Nähe der Wasserwachtsstation Herrsching. Mit der Verdachtsdiagnose Herzinfarkt wurden Notarzt und Rettungswagen verständigt. Bis zu deren Eintreffen
überwachten die Wasserretter die Atmung und Kreislauf der Patienten. Durch die Zuführung von Sauerstoff wurden so schnellstmöglich erste lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet.
Die zwei Bekannten, von denen die Patientin begleitet wurde, mussten in der Wasserwachtstation nach dem Schreck betreut
werden. Die Patientin selbst wurde nach der weiteren notfallmedizinischen Versorgung durch Notarzt und Rettungsassistenten des RTW Seefeld in die Privatklinik
Schindelbeck in Herrsching gebracht.