Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte
Freitag, 02. Dezember 2011 - Unterschleißheim - KWW München
Brücke über die Isar
Jedes strömende Gewässer wird heutzutage durch die
unterschiedlichsten Arten genutzt. Vor allem die Nutzung als Naherholungsgebiet
oder die parallele Nutzung zur Energiegewinnung seien hier zu erwähnen.
Dipl. Ing. (FH) Johann Penn, Angehöriger der KWW München
und Landesbeauftragter Hochwasserschutz der Wasserwacht Bayern, konnte zum
Thema "Gefahren an Wasserbauwerken" als kompetenter Referent gewonnen
werden.
Nach der Einführung und einem kurzen theoretischen Teil
über Strömungslehre und allgemeine Grundlagen wurden durch Johann Penn die in
München und Umgebung vielzählig anzutreffenden Wasserbauwerke, insbesondere
Wehranlagen, Dükeranlagen, Kanäle oder auch Wasserkraftanlagen erklärt und die
jeweiligen besonderen Gefahren dargestellt.
Er erklärte, daß die Effektivität der bereits bestehenden
Großanlagen zur Energiegewinnung weitgehend ausgeschöpft ist, aber trotzdem in
den kommenden Jahren die Nutzung der Wasserkraft durch Kleinkraftwerke an
Gewässer II. und III. Ordnung noch weiter zunehmen wird. Somit wird in den
nächsten Jahren auch das Gefahrenpotenzial an kleinen Gewässern für die
Wasserrettung zunehmen. Als Beispiel nannte er u.a. das bereits fertiggestellte
Kraftwerk an der Praterinsel. Dieses ist vollständig unterirdisch eingebaut.
Lediglich der Einlass ist zu erkennen. Das z.B. das automatische
Reinigungsystem dieses Bauwerks, welches nur sehr beschränkt über Wasser
erkannt werden kann, erhebliche Gefahren für die Einsatzkräfte darstellen kann,
wurde sehr anschaulich erklärt. Auch auf weitere Bauwerke wie den Auer Mühlbach
sowie den Isarkanal ging der Referent umfassend ein. Ein detailiierte
Betrachtung über die Bauweisen und Techniken der in München anzutreffenden
Wehranlagen und der daraus resultierenden Gefahren rundete die zweistündige
Fortbildung dann ab.
Als Ergebnis ist zu erkennen, daß Einsätze ihre Grenze
haben können und auch müssen. Diese ist dort zu finden, wo Einsatzpersonal und
-material gefährdet werden.
Von allen teilnehmenden Organisationen, BF München, FF Unterschleißheim, DLRG und Kreiswasserwacht München, wurde die Fortbildungsveranstaltung als sehr gewinnbringend und "aufrüttelnd" dargestellt.