Jetzt spenden

Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte

Brücke über die Isar

Jedes strömende Gewässer wird heutzutage durch die unterschiedlichsten Arten genutzt. Vor allem die Nutzung als Naherholungsgebiet oder die parallele Nutzung zur Energiegewinnung seien hier zu erwähnen.

Dipl. Ing. (FH) Johann Penn, Angehöriger der KWW München und Landesbeauftragter Hochwasserschutz der Wasserwacht Bayern, konnte zum Thema "Gefahren an Wasserbauwerken" als kompetenter Referent gewonnen werden.

Nach der Einführung und einem kurzen theoretischen Teil über Strömungslehre und allgemeine Grundlagen wurden durch Johann Penn die in München und Umgebung vielzählig anzutreffenden Wasserbauwerke, insbesondere Wehranlagen, Dükeranlagen, Kanäle oder auch Wasserkraftanlagen erklärt und die jeweiligen besonderen Gefahren dargestellt.

Er erklärte, daß die Effektivität der bereits bestehenden Großanlagen zur Energiegewinnung weitgehend ausgeschöpft ist, aber trotzdem in den kommenden Jahren die Nutzung der Wasserkraft durch Kleinkraftwerke an Gewässer II. und III. Ordnung noch weiter zunehmen wird. Somit wird in den nächsten Jahren auch das Gefahrenpotenzial an kleinen Gewässern für die Wasserrettung zunehmen. Als Beispiel nannte er u.a. das bereits fertiggestellte Kraftwerk an der Praterinsel. Dieses ist vollständig unterirdisch eingebaut. Lediglich der Einlass ist zu erkennen. Das z.B. das automatische Reinigungsystem dieses Bauwerks, welches nur sehr beschränkt über Wasser erkannt werden kann, erhebliche Gefahren für die Einsatzkräfte darstellen kann, wurde sehr anschaulich erklärt. Auch auf weitere Bauwerke wie den Auer Mühlbach sowie den Isarkanal ging der Referent umfassend ein. Ein detailiierte Betrachtung über die Bauweisen und Techniken der in München anzutreffenden Wehranlagen und der daraus resultierenden Gefahren rundete die zweistündige Fortbildung dann ab.

Als Ergebnis ist zu erkennen, daß Einsätze ihre Grenze haben können und auch müssen. Diese ist dort zu finden, wo Einsatzpersonal und -material gefährdet werden.

Von allen teilnehmenden Organisationen, BF München, FF Unterschleißheim, DLRG und Kreiswasserwacht München, wurde die Fortbildungsveranstaltung als sehr gewinnbringend und "aufrüttelnd" dargestellt.