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Ungewöhnlich viele Einsätze in Neu-Ulm

Gemeinsame Vermisstensuche von Wasserwacht, Polizei, Feuerwehr und Rettungshundestaffel an der Donau bei Neu-Ulm

Eigentlich rechnen die Wasserwachten im Herbst zwischen dem Ende der Badesaison und den ersten kalten Tagen, an denen die Seen zufrieren, mit ein paar ruhigen einsatzfreien Wochen. Anders im Landkreis Neu-Ulm – hier waren die Schnelleinsatzgruppen seit Ende Oktober bereits viermal im Einsatz.

Am 31. Oktober alarmierte die Rettungsleitstelle gegen 7:30 Uhr die Wasserwacht Neu-Ulm. In einem Weiher wurde von einem Passanten eine leblose Person gesichtet. Diese wurde durch zwei Wasserretter an Land transportiert und nur 12 Minuten nach dem Alarm an den Notarzt übergeben. Alle weiteren  Kräfte konnten daraufhin die Anfahrt abbrechen. Leider konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.

Am 7. und 8. November rückten die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwachten Neu-Ulm und Senden zweimal an die Donau aus. Beide Male wurden vermisste Personen im Gebiet um Thalfingen und Elchingen gemeldet. Nach jeweils zweistündiger gemeinsamer Suche mit Polizei, Feuerwehr und Rettungshundestaffel wurden beide Einsätze ohne Ergebnis abgebrochen. Die Helfer der Wasserwacht hatten mehrere Motorboote im Einsatz, um die Uferbereiche des weitläufigen Suchgebiets und die Wasserflächen abzusuchen. Insbesondere die Suche am 7. November war mit alleine 30 Helfern der Wasserwacht sehr personalintensiv, am 8. November waren 15 WW-Einsatzkräfte vor Ort.

Die Ruhe währte nur kurz, denn schon am 13. November wurde die Wasserwacht Neu-Ulm mit dem Stichwort „Leichenbergung an der Donau kurz vor dem Kraftwerk Böfinger Halde“ gerufen. Zum Glück zeigte sich schnell, dass die vermeintliche Leiche nur ein längere Zeit in der Donau liegendes defektes Schlauchboot war - vermutlich ein Überbleibsel des letzten Nabada.