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Wasserwacht Herrsching im Wintermodus

Ereignisreicher Saison-Abschluss der Wasserwacht Herrsching –
bestens gerüstet für die kalte Jahreszeit Herrsching. Ungeachtet des weiterhin prächtigen Herbstwetters beendete die Wasserwacht Herrsching nun die Wachsaison. Konkret bedeutet dies, dass die Station im Mühlfeld bis voraussichtlich Ende April an Wochenenden und Feiertagen nicht mehr regulär besetzt wird. Zudem wurde das Motorrettungsboot Toni in sein Winterlager verbracht. „Aufgrund der stetig fallenden Temperaturen muss Toni aus dem Wasser, da Eis den Rumpf beschädigen könnte,“ erklärt Stefan Schiller, Technischer Leiter der Wasserwacht Herrsching. Das über zwei Tonnen schwere Boot aus dem Wasser zu hieven gelingt nicht von jetzt auf gleich, weshalb die Helfer nicht bis zu einem tatsächlichen Wintereinbruch warten können. Und um Toni das ganze Jahr über einsatzklar zu halten, wäre eine Art Garage mit Hebevorrichtung an der Rettungsstation erforderlich – eine ufernahe Baumaßnahme, mit deren Genehmigung die Wasserwacht nicht vor Trockenlegung des Ammersees rechnet.
Und wer sorgt in den kommenden Monaten für die Sicherheit am See? Natürlich weiterhin die Wasserwacht.
Zu diesem Zweck steht das kleine Rettungsboot VWI zur Verfügung, das während der Sommerzeit grundlegend überarbeitet wurde. Zusätzlich schafften die Helfer einen neuen, leichter manövrierbaren Trailer an, damit das Boot im Einsatzfall schnell zu Wasser gelassen werden kann. Die Alarmierung der Retter erfolgt nunmehr ausschließlich per Funkmeldeempfänger über die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck, die über die Notrufnummer 112 zu erreichen ist. Auf diese Weise wurden Schiller und zwei seiner Kollegen zu einem Einsatz gerufen, kurz bevor sie Toni auf’s Trockene legen wollten. Was war passiert? Ein Motorboot dümpelte aufgrund eines technischen Defekts manövrierunfähig auf dem See. Die Wasserwacht nahm den Havaristen in Schlepp und brachte ihn in seinen Heimathafen Schondorf – bevor die Besatzung eine kalte Nacht auf dem See verbringen musste.
Für größere Schadensereignisse sind die Helfer inzwischen nochmals besser gerüstet, nachdem sich fünf von ihnen zu qualifizierten Wachleitern weiterbilden ließen. Zu den dabei vermittelten Kenntnissen zählt vor allem die bedarfsgerechte Alarmierung der Einsatzkräfte. „Zudem finden wir uns jetzt im Bürokratie-Dschungel etwas besser zurecht, damit wir von den Kostenträgern tatsächlich Geld für einige unserer Leistungen bekommen,“ sagt Thomas Wuttke, Bootsführer bei der Wasserwacht Herrsching. So kann weiter in die Ausrüstung und Qualifikation der ehrenamtlichen Helfer investiert werden, wie beispielsweise in den geplanten Neubau des altersschwachen Stegs an der Station im Mühlfeld. Angesichts der aktuell entspannten Wetterlage rechnet die Wasserwacht jedoch nicht mit einem erhöhten Einsatzaufkommen.