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Großeinsatz - Ultraleichtflugzeug stürzt in Badesee Sinningen

Bergung des Flugzeugs durch die Wasserwacht

Flugzeugabsturz im Badesee Sinningen - mit dieser Einsatzmeldung wurden am Samstag, 03. September 2011 gegen 12:30 Uhr die Wasserwachten im Landkeis Neu-Ulm von der Rettungsleitstelle Krumbach alarmiert. Ein Leichtflugzeug, das vom nahe gelegenen Flugplatz Tannheim gestartet ist, ist aus ungeklärter Ursache in den Badesee gestürzt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ragte nur noch das Heckleitwerk aus dem Wasser.

Die beiden Insassen des Flugzeugs wurden sofort durch die anwesende Wachmannschaft der Wasserwacht Kirchberg-Sinningen, Sporttaucher und Badegäste aus dem Wrack an Land gebracht und wiederbelebt. Die Wasserwacht-Schnelleinsatzgruppen Illertissen, Senden und Neu-Ulm waren mit insgesamt 43 Helfern im Einsatz. Sie suchten nach weiteren Verletzten im Wasser und unterstützten die Bergung des Wracks mit Tauchern und Hebesäcken.

Beide Verletzten konnten am Unfallort durch Notärzte reanimiert werden. Rettungshubschrauber flogen sie zur weiteren Versorgung in Kliniken nach Ulm. Zur Betreuung der Ersthelfer und Augenzeugen wurden Notfallseelsorger hinzugezogen.

Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls kaum Schwimmer im Wasser, sodass über die Flugzeuginsassen hinaus keine weiteren Personen verletzt wurden. Der Badesee ist bis aus weiteres für Wassersportler gesperrt. Derzeit prüft das Landratsamt, ob das Wasser durch den Absturz mit Kerosin oder Motoröl verschmutzt wurde.

Eingesetzte Kräfte:

Einsatzleiter Wasserrettungsdienst
Wasserwacht Neu-Ulm 12/1
Wasserwacht Illertissen 91/1 (im Wasser: Motorboot Wasserwacht Illertissen 99/1)
Wasserwacht Senden 91/1
Wasserwacht Senden 91/2
Wasserwacht Neu-Ulm 91/1 (im Wasser: Motorboot Wasserwacht Neu-Ulm 99/1)
DLRG Bez. Federsee
Rettungshubschrauber Christoph 22 aus Ulm und Christoph 17 aus Kempten
Feuerwehren aus Kirchberg, Sinningen, Erolzheim, Riedlingen
Rettungsdienst und Notärzte aus Erolzheim, Ochsenhausen, Illertissen, Orsenhausen
Polizei aus Ochsenhausen und Biberach, Polizeihubschrauber aus Stuttgart
Notfallseelsorge

(Bild: W. Schmid)