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Sturm am Ammersee - Einsätze für die Wasserwacht

losgerissene Boote nach Sturm

Es wäre ein ruhiges Wochenende für die ehrenamtlichen Helfer

der Wasserwacht Herrsching geworden, zumindest sah es bis

Sonntagabend um 18 Uhr danach aus. Doch kurz zuvor über der

Region niedergegangene Gewittersturm sorgte für Arbeit bis in die

späten Abendstunden. Insgesamt fünf Boote riss der Starkwind

von ihren Bojen. Nun trieben sie auf dem Wasser oder steckten

bereits am Ufer fest. Um weitere Schäden oder die Gefährdung

anderer Boote zu verhindern, begann die Wasserwacht Herrsching

nach Absprache mit den Eignern mit der Bergung. „Einfach nur ein

Seil dran und abschleppen funktioniert in den meisten Fällen

nicht,“ berichtet Stefan Schiller, Technischer Leiter der

Wasserwacht Herrsching. Oft stecken Schwer oder Kiel im Schlick,

häufig müssen die Boote zunächst aufgerichtet werden. „Dazu

schicken wir einen oder mehrere Schwimmer ins Wasser,“ erklärt

Schiller. So endete der Arbeitstag für die Helfer erst gegen

Mitternacht, da auch Sachbergungen einen nicht unerheblichen

bürokratischen Aufwand nach sich ziehen. Zudem muss die

Ausrüstung getrocknet, fachgerecht gelagert und aufgeräumt

werden. Die Wasserwacht rettet also nicht nur Menschenleben, sie

kümmert sich auch kompetent um das Material der Wassersportler

– wenn es sein muss, bis tief in die Nacht.